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Das Werkzeug
für der Gitarrenselbstbau
Zuerst mal sind alle Leute, die sich beim Bau einer Gitarre versuchen wollen, gut beraten, wenn sie irgendwann mal einen handwerklichen Beruf erlernt haben, d. h. mit verschiedenen Werkzeugen umgehen können.
Sehr von Vorteil ist es, wenn man z. B. in der Firma (wie es bei mir der Fall ist) eine CNC-Fräsmaschine herumzustehen hat. Eine ohne CNC tut's natürlich auch. Als Alternative dazu wäre eine Handoberfräse zu nennen, aber das erfordert wiederum einen Haufen Zusatzarbeit, eine ruhige Hand und viel Geschick.
In jedem Fall sollten aber eine Ständerbohrmaschine und eine Bandsäge verfügbar sein.
Was habe ich nun alles an Werkzeug gebraucht?
Akkubohrmaschine
Schwingschleifer
Laubsäge
Vorstecher
Verschiedene Spiral- und Holzbohrer
Senker
Verschiedene Schraubendreher
Bandmaß, Lineal, Dreieck, Bleistift
Verschiedene Feilen
Schere
Messer
Kleiner Handhobel
Schraubzwingen
Holzleim
Lötkolben, Lötzinn, Lötwasser
Jede Menge Schleifpapier
Polierscheiben-Set
Einige Werkzeuge hatte ich bereits, die anderen habe ich gekauft. Da ich nur Holz damit bearbeiten wollte, brauchte ich nicht das teuerste und beste Werkzeug. Holz ist gutmütig und ich wollte keine Gitarrenserienfertigung beginnen, sondern nur eine einzige Gitarre bauen.
Außerdem sollten die Kosten möglichst gering bleiben. Hätte ich 1500 € rumliegen gehabt, wäre ich zum Gitarrenbauer gegangen, um mir meinen Wunsch-Klampfe anfertigen zu lassen.
Die Einzelteile der Gitarre
Da Gitarrenteile in der Anschaffung mächtig kostenungünstig sind, habe ich mich auch nach gebrauchten Sachen umgesehen. Zum Beispiel bei Online-Auktionen. Dort kriegt man eigentlich ganz Brauchbares zum günstigen Preis.
Ich habe für ein paar Schaller-Mechaniken (originalverpackt und unverbaut) 31 anstatt 54 € bezahlt. Auch komplette Hälse habe ich dort schon gesehen neu kostet sowas um die 150 bis 175 € für ca. 50 €.
Außer den Online-Auktionen wäre noch eine gute (deutsche) Adresse zu nennen: www.rockinger.de. Da gibt es wirklich fast alles, was man so an Zubehör braucht und die Jungs sind äußerst flott mit dem Versand. Zudem ist der Gitarrenbau-Workshop auf Rockingers Internetseiten sehr zu empfehlen.
Wenn Ihr die Gitarre baut, legt diese zum Bearbeiten immer auf eine Decke oder eine andere weiche Unterlage! Dann ärgert Ihr Euch nachher nicht über Kratzer oder ähnliches.
Auch wenn man die Teile durch die Gegend schleppt, sollte man sie gut gepolstert transportieren. Wie schnell bleibt man bei dem ganzen hin und her irgendwo hängen. Dann heißt es wieder »Nacharbeit«.
Und wenn ich Euch noch einen Tip geben darf: Paßt mit dem Bleistift auf! Beim Anzeichnen nur leicht aufdrücken! Sonst habt Ihr tiefe Kerben, die sich nur schwer wieder rausschleifen lassen.
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