Der Saitenhalter
der selbstgebauten Gitarre

Ich habe mir ein Stück Edelstahlblech von 2 mm Stärke besorgt. Da das Zeug knochenhart und schwer zu bearbeiten ist, befürchtete ich, daß ich mächtig Schwierigkeiten beim Biegen des Blechs bekommen würde.

Da hatte ich, wie sich hinterher herausstellen sollte, eine gute Idee: Wir haben in der Firma für die Fräsmaschine einen sogenannten Entgrater. Der sieht aus wie ein Bohrer, nur hat er vier Schneiden und ist mit einem Winkel von 90° sauspitz angeschliffen. Damit fräste ich ins Blech an der Biegekante einen Schlitz von 1 mm Tiefe. So hatte ich nur noch 1 mm zu verbiegen.

Vor dem Biegen bohrte ich noch die Löcher für die Seitendurchführung und die zum Befestigen des Saitenhalters. Dann wurde der Saitenhalterrohling mit dem kurzen Ende zwischen zwei glatte Bleche (um Abdrücke zu vermeiden) in einen Schraubstock eingespannt, dieser dann mit wirklich aller Gewalt zugezogen, daß sich da auch ja nichts rühren kann und dann mit einem Kunststoffhammer das Blech um die Ecke geprügelt. Ging besser als erwartet, dank der guten Idee.

Jetzt sah das Ding aber immer noch recht unansehnlich aus, also wurde es noch mit einer Polierscheibe auf Hochglanz gebracht.


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